Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Schweizer Dächer schöpfen Solar-Potenzial deutlich besser aus

Wer heute eine Solaranlage aufs Dach setzt, nutzt die Fläche deutlich konsequenter als noch vor ein paar Jahren. Das zeigt eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Dennoch gibt es gerade auf grossen Dächern noch ungenutztes Potenzial.
© (Quelle: Ulleo/Pixabay)

Würden Dächer für neue Photovoltaik-Anlagen weiterhin ähnlich konsequent genutzt wie 2023 und 2024, liessen sich die im Stromgesetz verankerten Ausbauziele für neue erneuerbare Energien rein theoretisch bereits mit Solaranlagen auf Dächern erreichen. Das schrieb die ZHAW am Donnerstag in einer Medienmitteilung zur Studie.

Voraussetzung wäre laut den Forschenden allerdings ein «deutlich höheres Ausbautempo». Gebremst werde dieses Tempo derzeit nicht durch fehlende Dächer, sondern durch die Rahmenbedingungen: So wird Jürg Rohrer, Professor und Leiter der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien der ZHAW, in der Medienmitteilung zitiert.

150 Gebäude verglichen

Für die ZHAW-Studie verglichen Forschende bei 150 Gebäuden in der ganzen Schweiz, auf denen seit 2023 eine Solaranlage in Betrieb genommen wurde, die tatsächlich gebaute Anlagengrösse mit der theoretisch möglichen Vollbelegung. Im Mittel nutzen die Anlagen 79 Prozent des verfügbaren Potenzials. Dieser Wert sei wesentlich höher als eine vergleichbare Studie für die Jahre 2017 bis 2021 zeigte, heisst es. Damals waren es nur 50 Prozent.

Laut der Studie unterscheidet sich die Ausschöpfung des Potenzials je nach Gebäudegrösse deutlich. So wurden bei kleinen Gebäuden, etwa Einfamilienhäusern, im Durchschnitt 93 Prozent des Potenzials genutzt.

Bei mittleren Gebäuden, beispielsweise Wohnbauten und Gewerbe, waren es noch 76 Prozent. Bei diesen Gebäuden sei die Nutzung und Abrechnung aufgrund komplexer Eigentumsverhältnisse wie etwa Stockwerkeigentum deutlich anspruchsvoller, was den Ausbau bremse, heisst es.

Weiterhin grosse Reserven bestehen laut der Studie auf grossen Dächern wie Industrie-, Logistik- oder grosse öffentliche Bauten. Dort werden nur 58 Prozent des Potenzials ausgeschöpft.

Studie
Anzeige

Neueste Beiträge

Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026
Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten
Bitkom: Deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich weiter stabil
Laut dem Bitkom soll der deutsche Markt für IT und Telekommunikation auch 2026 weiter wachsen. Einen Boom gibt es im Segment der Cloud-Software und bei KI-Plattformen, während der TK-Bereich deutlich weniger zulegt, doch zumindest Zeichen der Erholung aufweist.
3 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Digitalisierung senkt Zahl fehlgeleiteter Gepäckstücke
Trotz steigender Passagierzahlen hat die Luftfahrtbranche im Jahr 2025 ihre grössten Fortschritte seit der Pandemie erzielt: Die Zahl falsch abgefertigter Gepäckstücke sank um 23 %.
4 Minuten
Davos wird zur ersten Robot City Europas
Mehr als 50 Roboter aus Europa, China und den USA arbeiten derzeit mitten in Davos. Der erste Davos Tech Summit zeigt damit erstmals Robotik-Anwendungen im öffentlichen Raum. Fachleute diskutieren zudem über Physical AI, Cybersecurity und Europas Rolle in der Robotik.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige