Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Bundesrat: Botschaft für praxisintegrierte MINT-Studiengänge an Fachhochschulen

Der Bundesrat hat am 21. Mai 2025 eine Botschaft zur Anpassung des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes (HFKG) an die eidgenössischen Räte überwiesen.
https://mint3.ch/de
© (Quelle: MINT Schweiz)

überwiesen. Die vorgeschlagene Änderung des HFKG eröffnet den Fachhochschulen die Möglichkeit, in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) Bachelorstudiengänge anzubieten, in denen die Praxiserfahrung in der Arbeitswelt integriert ist. Dieses Angebot wurde in einem Pilotversuch bereits getestet.

Für die definitive Einführung der sogenannten praxisintegrierten Bachelorstudiengänge (PiBS) im MINT-Bereich ist ein neuer Artikel (Art. 25a) im HFKG notwendig, mit dem die Zulassungsvoraussetzungen geregelt werden: Maturandinnen und Maturanden mit gymnasialer sowie mit Berufsmatura können prüfungsfrei zu PiBS zugelassen werden, auch wenn sie keine spezifische Arbeitswelterfahrung mitbringen. Ebenso wird im neuen Gesetzesartikel festgelegt, dass PiBS-Studiengänge vier Jahre dauern, also ein Jahr länger als die ordentlichen Bachelorstudiengänge.

Die vorgeschlagene Anpassung des HFKG beinhaltet die wesentlichen Eckwerte aus dem Pilotversuch, der 2014 im Rahmen der Fachkräfteinitiative des Bundes lanciert wurde. Eine Wirkungsanalyse zur Pilotphase von 2023 zeigte, dass die teilnehmenden Unternehmen, Fachhochschulen, Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen mit den PiBS mehrheitlich zufrieden sind und dass das Interesse an PiBS-Kooperationen in der Wirtschaft steigt. PiBS leisten einen Beitrag zur Minderung des Fachkräftemangels. Sie bleiben aber quantitativ ein Nischenangebot, das massgeblich durch das Ausbildungsangebot der Unternehmen bestimmt wird.

Zur Änderung des HFKG war von Anfang September bis Anfang Dezember 2024 ein Vernehmlassungsverfahren durchgeführt worden. Dabei fand die definitive Einführung von PiBS mehrheitlich Unterstützung. Vor der Vernehmlassung hatte sich der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz bereits mehrheitlich dafür ausgesprochen.

Weitere Bedingungen – wie zum Beispiel das Erfordernis eines von der Fachhochschule validierten Praxisanteils in einem Unternehmen im Umfang von 40 Prozent der Studienzeit – werden in einer Verordnung des Hochschulrates geregelt werden.

Damit der nahtlose Übergang von der Pilotphase zum definitiven Angebot gewährleistet ist, hat der Bundesrat mit der Überweisung der Botschaft auch die geltende Verordnung für den Pilotversuch um ein Jahr, bis Ende 2026, verlängert.

Karriere Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

KI-Ausschreibung für 57 Mio. Franken von Bundeskanzlei
Die Bundeskanzlei lanciert eine Ausschreibung zur Beschaffung von IT-Dienstleistungen in den Bereichen Daten und künstliche Intelligenz (KI) für insgesamt 57 Millionen Franken. Die Ausschreibung wurde auf der Plattform für öffentliche Ausschreibungen Simap.ch veröffentlicht.
2 Minuten
26. Mär 2026
iWay blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück
Der Internetanbieter iWay wächst 2025 in allen Kernbereichen und stärkt das Partnergeschäft. 2026 wird das Wholesale-Teams ausgebaut.
3 Minuten
26. Mär 2026
Hektische Handy-Nutzung am gefährlichsten
Smartphone-, Laptop- oder Tablet-User, die stundenlang auf das Display starren, werden weniger von Informationsüberflutung gepeinigt als diejenigen, die alle paar Minuten ihr Gerät zücken. 
3 Minuten
26. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Honor zeigt Smartphone mit Roboterarm
Auf dem Mobile World Congress zeigt Honor das Robot Phone. Es hat als Premiere eine Kamera auf einem ausfahrbaren Roboterarm, der wie ein Gimbal funktionieren sol.
2 Minuten
4. Mär 2026
Telekom setzt auf Starlink gegen weisse Flecken
Mit satellitengestützter Direktverbindung will die Deutsche Telekom Funklöcher in Europa schliessen. Gemeinsam mit Starlink soll der Dienst ab 2028 in mehreren Ländern starten.
2 Minuten
3. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige