Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Anwendungsmöglichkeiten von KI im Energiesektor

Der Bundesrat hat den Bericht zum Postulat 23.3957 «Künstliche Intelligenz und Versorgungssicherheit. Analyse der rechtlichen Grundlagen im Energiebereich» der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK-N) gutgeheissen.
© (Quelle: Lisa-S / shutterstock.com)

Der Bericht zeigt die Anwendungsmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI), die Chancen und Risiken für die Stromversorgungssicherheit sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Technologien der KI verbreiten sich rasant und kommen immer mehr auch im Energiesektor zum Einsatz. KI kann den Übergang zu einem klimafreundlichen, dezentralen Energiesystems unterstützen. Dies gilt beispielsweise bei der Planung und beim Betrieb der Stromnetze, für die grosse Datenmengen verarbeitet werden müssen. Eine Umfrage bei 110 Schweizer Energieversorgungsunternehmen hat gezeigt, dass ein Viertel bereits KI nutzt, darunter insbesondere grössere Unternehmen. Gestützt auf diese Umfrage wird ein starker Anstieg KI-gestützter Anwendungen im Energiebereich erwartet.

Anwendungsmöglichkeiten

KI kann entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung, über den Handel, die Übertragung und Verteilung von Strom, den Vertrieb bis zu den Energiedienstleitungen erheblichen Nutzen bringen. Sie hat damit das Potenzial, das Energiesystem resilienter, effizienter und sicherer zu machen und die Versorgungssicherheit insgesamt zu stärken. Sie birgt aber auch Risiken.

Chancen

KI im Energiesektor kann die Prognosegenauigkeit bei der erneuerbaren Stromerzeugung deutlich verbessern und auch zur Früherkennung von Störungen und deren Reduktion beitragen. Ein grosses Potenzial haben KI-basierte Prognosen auch im Netzbetrieb für die Übertragung und Verteilung von Energie sowie für die voraussehende Instandhaltung der Netzinfrastruktur. Der Einsatz von KI im Kundenservice und bei den Energiedienstleistungen verbessert die Gestaltung und Personalisierung von Produkten.

Risiken und rechtliche Rahmenbedingungen

Zu den Risiken beim Einsatz von KI gehören der Diebstahl sensibler Daten, Falschaussagen oder Fehlentscheidungen bei automatisierten Prozessen, die Abhängigkeit von Technologieanbietern und Cyberangriffe. Mangelnde Erfahrung der Unternehmen im Einsatz von KI verstärkt diese Risiken.

Der Rat der EU hat 2024 den EU AI Act verabschiedet. Diese Verordnung enthält Massnahmen und Empfehlungen zum Schutz vor Gefahren durch KI-Systeme in kritischen Infrastrukturen. In der Schweiz gibt es bisher keine gesetzliche Regulierung spezifisch zu KI. Ein Gesetzesentwurf mit Massnahmen in den Bereichen Transparenz, Datenschutz, Nichtdiskriminierung und Aufsicht soll aber bis Ende 2026 erarbeitet werden (Medienmitteilung vom 12.02.2025).

Empfehlungen

Der Bericht empfiehlt einen von den Verbänden organisierten KI-spezifischen Branchendialog, der den Wissenstransfer zwischen den über 600 schweizerischen Energieversorgungsunternehmen unterstützen und volkswirtschaftliche Synergien auf dem Weg zur KI-Maturität der Branche schaffen soll. Das Bundesamt für Energie wird den Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) zudem auffordern, innert zwei Jahren eine Branchenrichtlinie zur KI-Gouvernanz zu erarbeiten. Abzuwarten sind auch mögliche Anpassungen in die Schweizer Gesetzgebung, die sich aus der Umsetzung des EU AI Acts in Europa ergeben könnten.

Künstliche Intelligenz (KI) Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

Video-Ki Gemini Omni vorgestellt - PCtipp hat sie ausprobiert
Google präsentiert mit Gemini Omni ein neues Modell, das aus allen möglichen Eingaben wie Audio, Text, Video oder Bildern vielfältige Ausgaben erzeugen kann – angefangen bei Videos. Wir haben es getestet.
3 Minuten
21. Mai 2026
Ronny Peterhans wird neuer CIO der UZH
Ronny Peterhans übernimmt per 1. September 2026 als Chief Information Officer (CIO) die Leitung der Zentralen Informatik der Universität Zürich. Er verfügt über mehr als 25 Jahre IT-Erfahrung.
2 Minuten
21. Mai 2026
Dennis Brügger neuer Managing Director der Bechtle Schweiz AG
Dennis Brügger übernimmt zum 15. Juni 2026 die Position des Managing Directors der Bechtle Schweiz AG.
2 Minuten
21. Mai 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Fünf Experten geben Auskunft - Experts
Wie verändern KI-gestützte Angriffe die Bedrohungslage – und welche Massnahmen sollten Unternehmen jetzt ergreifen?
2 Minuten
Huawei stellt die Pura-90-Serie mit zwei Smartphones vor
Mit dem Pura 90 Pro und dem Pura 90 Pro Max hat Huawei in seiner Heimat seine neuen Smartphone-Flaggschiffe präsentiert. Wie bei den Vorgängern liegt ein Schwerpunkt auf den leistungsstarken Kameras.
3 Minuten
22. Apr 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige