Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Hackerangriff auf Mail von Reservekraftwerk-Betreiberin in Birr

Ein Mail-Konto der Reservekraftwerk-Betreiberin Prismecs ist von einem Hackerangriff betroffen. Prismecs betreibt das Reservekraftwerk in Birr AG. Eine Sprecherin des Bundesamts für Energie bestätigte einen entsprechenden Medienbericht auf Anfrage von Keystone-SDA.
Traditionelle Verteidigungsstrategien genügen nicht mehr, so der Digital Defense Report von Microsoft.
© (Quelle: Generiert mit Dall-E)

Die Online-Newsportale von Tamedia hatten zuerst darüber berichtet. Energieminister Albert Rösti sei über den Vorfall informiert worden, teilte eine Sprecherin des Bundesamts für Energie (BFE) auf Anfrage weiter mit. Die IT-Systeme des Kraftwerks und von Prismecs seien allerdings getrennt, «sodass die Einsatzfähigkeit des Reservekraftwerks nicht gefährdet war», so die Sprecherin weiter.

Prismecs ist ein Konzern mit Hauptsitz in Houston im US-Bundesstaat Texas. Eine Tochterfirma von Prismecs betreibt das Reservekraftwerk in Birr. Laut Medienberichten attackierten die Hacker das E-Mail-Konto eines Prismecs-Managers und versendeten dann im Namen des Schweiz-Chefs von Prismecs Phishing-Mails.

Bei dem Fall dürfte es sich um einen der ersten meldepflichtigen Angriffe in der Schweiz gehandelt haben. Das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) könne dies aber «weder bestätigen noch dementieren», hiess es auf Anfrage von Keystone-SDA. Denn das Bundesamt dürfe nur dann Informationen zu aktuellen Cybervorfällen veröffentlichen, wenn die betroffene Firma oder Person einwillige.

Seit dem 1. April des laufenden Jahres müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen - auf Grundlage von Änderungen am Informationssicherheitsgesetz - Cyberattacken innert 24 Stunden dem Bacs melden. Seit der Einführung der Meldepflicht gingen beim Bacs insgesamt 32 Meldungen zu solchen Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen ein, wie es auf Anfrage weiter hiess.

Zehn an der Zahl betrafen Behörden, fünf Versicherungen, vier das Finanzwesen und je drei die Bereiche Gasversorgung und Telekommunikation. Auch weitere Bereiche wie das Postwesen, das Transportwesen, das Bildungswesen und der Energiesektor waren betroffen.

Der Bundesrat entschied sich vor drei Jahren aufgrund des Risikos einer Energiemangellage für die Erstellung des Reservekraftwerkes in Birr. Auslöser war unter anderem der russische Überfall auf die Ukraine.

Hacking
Anzeige

Neueste Beiträge

Bitkom: Deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich weiter stabil
Laut dem Bitkom soll der deutsche Markt für IT und Telekommunikation auch 2026 weiter wachsen. Einen Boom gibt es im Segment der Cloud-Software und bei KI-Plattformen, während der TK-Bereich deutlich weniger zulegt, doch zumindest Zeichen der Erholung aufweist.
3 Minuten
9. Jul 2026
ICT-Fachmesse CONNECT von Brack.Alltron erscheint in neuem Gewand
Unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» möchte die Handelsgruppe Brack.Alltron die ICT-Themen von morgen präsentieren. 
3 Minuten
10. Jul 2026
Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Open-Source-Technologien im Sicherheitsbereich - Parldigi | Digitale Nachhaltigkeit
In Staat und Wirtschaft kommen seit längerem Open-Source-Technologien zum Einsatz. Doch welche Rolle spielt Open-Source im Bereich Security? Auf diese Frage gab der Parldigi-Anlass in Bern u. a. mit Bundesrat Martin Pfister mögliche Antworten.
4 Minuten
26. Jun 2026
Digital Business im Fokus: Wohin geht die Reise? - Computerworld Ausgabe 2/2026
Autonomie und Souveränität werden inzwischen als Schlagworte mindestens ebenso häufig verwendet wie Künstliche Intelligenz und Datenschutz. Automatisierung und die Transformation zu einer hohen Dichte an KI-Agenten in Unternehmen werden die Zukunft des Digital Business prägen. Daraus entsteht ein Mix, der spannender und komplexer nicht sein könnte. Die Digitalisierung hat Dimensionen erreicht, die sich - Ironie des Wandels - fast nur noch mit KI bewältigen lassen. Höchste Zeit also für einen Überblick. 
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige