Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

16 Milliarden Zugangsdaten im Netz stammen von "Datenhalde"

Ein angebliches Datenleck von 16 Milliarden Zugangsdaten macht derzeit Schlagzeilen. Dahinter steckt aber mit hoher Wahrscheinlichkeit kein aktueller Sicherheitsvorfall.
24 Milliarden Login-Kombinationen werden derzeit im Darknet angeboten
© (Quelle: Gerd Altmann/Pixabay)

Bei den 16 Milliarden Zugangsdaten zu «Apple, Facebook, Google und anderen» handelt sich nach Einschätzung von Cybersicherheitsexperten nicht um einen aktuellen Sicherheitsvorfall. «Wir gehen davon aus, dass es sich um ältere Daten von der Datenhalde handelt», sagte Thomas Boele vom Sicherheitsspezialisten Check Point Software Technologies.

Zuvor hatte das US-Portal «Cybernews» unter der Überschrift «Das 16-Milliarden-Einträge-Datenleck, von dem niemand je gehört hat» berichtetet, dass seit Jahresanfang im Netz 30 Datenbestände mit jeweils mehreren Millionen bis zu 3,5 Milliarden Einträgen gefunden worden seien, die sich auf 16 Milliarden Zugangsdaten summieren würden. «Cybernews» berief sich auf Sicherheitsforscher, die allerdings namentlich nicht genannt wurden.

«Keine generelle Entwarnung»

Boele sagte, man könne in dem Fall zwar keine generelle Entwarnung geben. «Man kann das aber ein wenig kaltblütiger betrachten.» Zum einen seien die Daten offenbar relativ alt. «Und wenn sich die Anwender an die üblichen bewährten Verfahren gehalten haben, können sie relativ entspannt sein.»

Der Experte empfiehlt den Anwendern, lange, ausreichend komplexe Passwörter mit Gross- wie Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden. Deutlich erhöht werden könne die Sicherheit durch die sogenannte Zweifaktor-Authentisierung (2FA), bei der ein Detail, das man kenne (Passwort) mit dem Besitz eines Gerätes (etwa ein Smartphone) kombiniert werde.

Empfehlenswert sei auch das passwortlose Anmelden über das Passkeys-Verfahren. Anstelle komplizierter Passwörter nutzen dabei die Anwender Biometrie wie Face ID oder Touch ID. Das macht Logins nicht nur einfacher, sondern auch Phishing-resistent und schützt vor Cyberangriffen.

Hacking
Anzeige

Neueste Beiträge

Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026
Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten
Bitkom: Deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich weiter stabil
Laut dem Bitkom soll der deutsche Markt für IT und Telekommunikation auch 2026 weiter wachsen. Einen Boom gibt es im Segment der Cloud-Software und bei KI-Plattformen, während der TK-Bereich deutlich weniger zulegt, doch zumindest Zeichen der Erholung aufweist.
3 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

E-Mail «Neue Sprachnachricht» ist Phishing
Betrüger versenden E-Mails, in denen sie behaupten, dass eine neue Sprachnachricht bereitstehe. Damit versuchen sie, an Zugangsdaten von persönlichen Benutzerkonten zu gelangen.
3 Minuten
Open-Source-Technologien im Sicherheitsbereich - Parldigi | Digitale Nachhaltigkeit
In Staat und Wirtschaft kommen seit längerem Open-Source-Technologien zum Einsatz. Doch welche Rolle spielt Open-Source im Bereich Security? Auf diese Frage gab der Parldigi-Anlass in Bern u. a. mit Bundesrat Martin Pfister mögliche Antworten.
4 Minuten
26. Jun 2026
Digital Business im Fokus: Wohin geht die Reise? - Computerworld Ausgabe 2/2026
Autonomie und Souveränität werden inzwischen als Schlagworte mindestens ebenso häufig verwendet wie Künstliche Intelligenz und Datenschutz. Automatisierung und die Transformation zu einer hohen Dichte an KI-Agenten in Unternehmen werden die Zukunft des Digital Business prägen. Daraus entsteht ein Mix, der spannender und komplexer nicht sein könnte. Die Digitalisierung hat Dimensionen erreicht, die sich - Ironie des Wandels - fast nur noch mit KI bewältigen lassen. Höchste Zeit also für einen Überblick. 
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige