Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

So einfach hackt man einen Smart-TV

Mit einem bisschen Hacker-Know-how lassen sich Smart-TVs in Abhörzentralen oder DDoS-Bots verwandeln. Wie einfach das geht, hat ein Security-Forscher der Schweizer Penetration-Testing-Spezialistin Oneconsult live demonstriert.
© Quelle: Computerworld.ch

Spätestens seit den letzten Wikileaks-Enthllungen rund um die Cyberttigkeiten der CIA sind Smart-TVs erneut in den Fokus des Interesses gerückt. Doch wie einfach ist es eigentlich, einen dieser «gescheiten» Fernseher, die heute die Norm sind, in einen DDoS-Bot oder eine Abhörzentrale umzufunktionieren? 

© Quelle: Computerworld.ch

Erstaunlich einfach, wenn man sich den Vortrag von Rafael Scheel, seines Zeichens Senior Penetration Tester, IT-Forensiker und Security Researcher bei der Thalwiler Penetration-Testing-Spezialistin Oneconsult, anschaut, den er vor Kurzem bei einer Cybersecurity-Veranstaltung der EBU (European Broadcasting Union) in Genf gehalten hat (vgl. Video unten). Besonders spannend dabei: Scheel wählte nicht nur den direkten Weg über das Internet, um über einen Browser-Exploit, die Kontrolle über den Smart-TV von Samsung zu erhalten. Es gelang ihm auch in seiner Demonstation, die Exploits über HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) zu verteilen. HbbTV wird von vielen Sendern für interaktive Inhalte verwendet, etwa für Live-Abstimmungen in einer TV-Sendung. Das Erschreckende dabei: Um den HbbTV-Browser zu manipulieren, konnte er das Fernsehsignal DVB-T (Digital Video Broadcasting - Terrestrial) benutzen. Mit einem kleinen, USB-Stick-grossen Sender lässt sich in einem Umkreis von gut 100 Metern das reguläre TV-Signal überlagern und so dem HbbTV-Browser ein Exploit unterjubeln. Einmal präpariert, kann der Smart-TV für diverse Hacking-Zwecke missbraucht werden, sei es fürs Bitcoin-Mining, für DDoS-Attacken oder für Lauschangriffe auf die Anwender. Das «Schöne» dabei aus Hackersicht: Da kaum Updates der Geräte vom Hersteller zu erwarten sind und selbst die Rückstellung in den Werkzustand des Fernsehers diesen nicht entseucht, kann der gehackte Smart-TV fast sechs Jahre lang dem Angreifer zu Diensten sein. Denn so lange ist laut Scheel ein heutiges TV-Gerät durchschnittlich im Gebrauch, bevor es durch ein neues - noch «smarteres» - ersetzt wird.

Forschung Bitcoin Hacking Instagram Interview Malware Netzpolitik Politik Studie People
Anzeige

Neueste Beiträge

iWay blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück
Der Internetanbieter iWay wächst 2025 in allen Kernbereichen und stärkt das Partnergeschäft. 2026 wird das Wholesale-Teams ausgebaut.
3 Minuten
26. Mär 2026
KI-Ausschreibung für 57 Mio. Franken von Bundeskanzlei
Die Bundeskanzlei lanciert eine Ausschreibung zur Beschaffung von IT-Dienstleistungen in den Bereichen Daten und künstliche Intelligenz (KI) für insgesamt 57 Millionen Franken. Die Ausschreibung wurde auf der Plattform für öffentliche Ausschreibungen Simap.ch veröffentlicht.
2 Minuten
26. Mär 2026
Hektische Handy-Nutzung am gefährlichsten
Smartphone-, Laptop- oder Tablet-User, die stundenlang auf das Display starren, werden weniger von Informationsüberflutung gepeinigt als diejenigen, die alle paar Minuten ihr Gerät zücken. 
3 Minuten
26. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Convertible Acer Aspire 5 Spin 14 im Test - Aufs Business getrimmt
Mit dem Aspire 5 Spin 14 hat Notebookspezialist Acer ein kleines, wendiges Convertible für den Schweizer Markt im Programm. Unser Test verrät, wie gut sich das 2-in-1-Notebook schlägt.
3 Minuten
11. Dez 2023
Im Test – Sony WF-C710N - Günstig und gut
Sony möchte mit dem WF-C710N den Markt für preiswerte drahtlose Kopfhörer aufmischen. Eine lange Akkulaufzeit, guten Sound, eine starke Geräuschunterdrückung und schickes Design soll es für günstige 119 Franken geben.
3 Minuten
27. Mär 2025
SSD-Samsung 990 EVO Plus (4 TB) im Test - Schmale Form, viel Garantie
Value-Speicherbecken mit 5-Jahres-Garantie: Mit dem Modell 990 EVO Plus lanciert Hersteller Samsung einen preiswerten SSD-Speicher für den Einbau in Laptops oder Desktop-PCs. Der Speicher kommt im schmalen M.2-Format. Wir haben das 4-GB-Modell getestet.
3 Minuten
25. Jan 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige