Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Neuer Zeitplan für die Einführung der E-ID und der Vertrauensinfrastruktur

Neueste Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz bringen zusätzliche Herausforderungen für die Erstellung einer elektronischen Identität (E-ID) mit sich. Damit der Datenschutz und die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer gewährleistet bleiben, braucht es Weiterentwicklungen, welche die Einführung der E-ID zeitlich verzögern.
© E-ID

Der Sicherheitsaspekt ist höher zu gewichten als die Einführung zum ursprünglich genannten Zeitpunkt. Unabhängig davon wird die Vertrauensinfrastruktur ihren Betrieb voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 aufnehmen können, wie das Bundesamt für Justiz informiert.

Anfang Jahr wurde die Öffentlichkeit darüber informiert, dass angesichts des knappen Resultats in der Volksabstimmung die Hauptkritikpunkte der Gegnerinnen und Gegner bei der Entwicklung der E-ID bis zur Einführung soweit möglich umgesetzt werden. Namentlich soll der Datenschutz weiter gestärkt und die Vertrauenswürdigkeit bei der Nutzung erhöht werden. Das gilt nach wie vor. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) gewichtet Weiterentwicklungen zu Gunsten von Datenschutz und Sicherheit höher als die Einführung der E-ID zum ursprünglich genannten Zeitpunkt.

Neueste Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) bringen zusätzliche Herausforderungen für die Erstellung einer E-ID mit sich. Deshalb hat das Bundesamt für Justiz (BJ) entschieden, die Sicherheit beim Online-Ausstellungsprozess weiter zu erhöhen. Durch den Einsatz von weiteren technischen Vorkehrungen sollen beispielsweise das Einschleusen von Schadsoftware auf dem Endgerät erschwert und die Erkennung von Deepfakes gestärkt werden.

Die Lösungsansätze werden derzeit in einer interdepartementalen Arbeitsgruppe unter der Leitung des BJ weiter konsolidiert. Die dafür erforderlichen Anpassungen nehmen jedoch Zeit in Anspruch, weshalb die Einführung der E-ID verschoben wird. Das BJ ermittelt derzeit auch die Auswirkungen auf den Ressourcenbedarf. Das genaue Datum für die Einführung der E-ID wird bekannt gegeben, sobald diese Arbeiten weitgehend abgeschlossen sind.

Arbeiten zur Vertrauensinfrastruktur sind weit fortgeschritten

Die Entwicklung der für den Betrieb der E-ID notwendigen Infrastruktur ist weit fortgeschritten und wird seit mehr als einem Jahr von Behörden und Privaten in einer Test­umgebung erfolgreich ausprobiert (sog. Public Beta). Deshalb wird die Infrastruktur ihren Betrieb voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 unabhängig von der Einführung der E-ID aufnehmen können. Der Bundesrat wird das Bundesgesetz über die elektronische Identität und andere elektronische Nachweise (E-ID-Gesetz) auf diesen Zeitpunkt hin zumindest teilweise in Kraft setzen. Damit kann ab diesem Zeitpunkt die Vertrauensinfrastruktur von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie von Privaten für die Ausstellung von weiteren elektronischen Nachweisen genutzt werden. So beispielsweise für die Ausstellung des elektronischen Führerausweises.
 

Politik Digitalisierung Egov
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Fachmesse CONNECT von Brack.Alltron erscheint in neuem Gewand
Unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» möchte die Handelsgruppe Brack.Alltron die ICT-Themen von morgen präsentieren. 
3 Minuten
10. Jul 2026
Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026
Bitkom: Deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich weiter stabil
Laut dem Bitkom soll der deutsche Markt für IT und Telekommunikation auch 2026 weiter wachsen. Einen Boom gibt es im Segment der Cloud-Software und bei KI-Plattformen, während der TK-Bereich deutlich weniger zulegt, doch zumindest Zeichen der Erholung aufweist.
3 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Digitalisierung senkt Zahl fehlgeleiteter Gepäckstücke
Trotz steigender Passagierzahlen hat die Luftfahrtbranche im Jahr 2025 ihre grössten Fortschritte seit der Pandemie erzielt: Die Zahl falsch abgefertigter Gepäckstücke sank um 23 %.
4 Minuten
Davos wird zur ersten Robot City Europas
Mehr als 50 Roboter aus Europa, China und den USA arbeiten derzeit mitten in Davos. Der erste Davos Tech Summit zeigt damit erstmals Robotik-Anwendungen im öffentlichen Raum. Fachleute diskutieren zudem über Physical AI, Cybersecurity und Europas Rolle in der Robotik.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige