Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Digitalstudie: Junge Nutzer wollen weniger online sein

Die Deutschen verbringen weiterhin mehr als 67 Stunden pro Woche im Internet. Vor allem bei den unter 40-Jährigen zeichnet sich jedoch ein gegenläufiger Trend ab: Viele wollen ihre Online-Zeit bewusst reduzieren, insbesondere bei Social Media und Messenger-Diensten.
Postbank Digitalstudie 2026

Vor allem jüngere Menschen wollen ihre Zeit im Internet bewusster nutzen. Laut der Postbank Digitalstudie 2026 sinken sowohl die Online-Zeit als auch die Nutzung von Social-Media- und Messenger-Diensten

© ChatGPT

Die Deutschen verbringen weiterhin einen grossen Teil ihrer Freizeit im Internet. Durchschnittlich sind sie nach Angaben der Postbank mehr als 67 Stunden pro Woche online. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nutzungsdauer jedoch um rund fünf Stunden gesunken. Besonders auffällig: Vor allem jüngere Menschen wollen künftig weniger Zeit im Netz verbringen.

Wie aus der aktuellen Postbank Digitalstudie 2026 hervorgeht, möchten 31 Prozent der 18- bis 39-Jährigen ihre Online-Zeit in den kommenden zwölf Monaten weiter reduzieren. Bei den über 40-Jährigen zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Dort sind 82 Prozent mit ihrem derzeitigen Nutzungsverhalten zufrieden.

Weniger Zeit am Smartphone

Das Smartphone bleibt zwar das wichtigste Gerät für den Internetzugang, doch auch hier geht die Nutzung zurück. Durchschnittlich verbringen die Deutschen noch 23,9 Stunden pro Woche mit dem mobilen Surfen. Das sind rund zwei Stunden weniger als im Vorjahr.

Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den jüngeren Nutzern aus. Die 18- bis 39-Jährigen verbringen nach Angaben der Studie rund 31 Stunden pro Woche mit dem Smartphone und damit etwa drei Stunden weniger als noch 2025.

Für viele steht dabei der Wunsch nach mehr Zeit für andere Aktivitäten im Vordergrund. 41 Prozent der Befragten, die ihre Internetnutzung reduzieren möchten, wollen die gewonnene Zeit künftig lieber mit Familie, Freunden oder Hobbys verbringen.

Social Media verliert an Bedeutung

Die Studie deutet zudem auf eine veränderte Nutzung digitaler Angebote hin. Soziale Netzwerke gehören zwar weiterhin zu den meistgenutzten Anwendungen, verlieren aber an Reichweite.

64 Prozent der Deutschen nutzen Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook täglich oder mehrmals pro Woche. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 71 Prozent. Auch Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram verzeichnen einen Rückgang. Während 2025 noch 81 Prozent der Befragten diese Angebote täglich oder mehrmals wöchentlich nutzten, sind es aktuell 77 Prozent.

Auch Videoplattformen wie Youtube werden seltener genutzt als noch vor einem Jahr.

Nützliche Dienste bleiben gefragt

Von einem generellen Rückzug aus der digitalen Welt kann allerdings keine Rede sein. Suchmaschinen gehören weiterhin für drei Viertel der Deutschen zum Alltag. Stabil bleibt auch die Nutzung von Online-Banking-Angeboten. Jeder zweite Bundesbürger erledigt seine Bankgeschäfte regelmässig online.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Nutzer bewusster zwischen nützlichen und verzichtbaren Online-Aktivitäten unterscheiden. Während zeitintensive Angebote wie soziale Netzwerke oder Messenger bei einem Teil der Nutzer an Attraktivität verlieren, bleiben digitale Dienste mit praktischem Nutzen fest im Alltag verankert.

Für die Telekommunikationsbranche ist das eine interessante Entwicklung: Die Digitalisierung schreitet weiter voran, doch offenbar wächst gleichzeitig der Wunsch, die eigene Bildschirmzeit stärker zu kontrollieren. Statt möglichst viel Zeit online zu verbringen, scheint für viele Nutzer zunehmend die Frage in den Vordergrund zu rücken, wofür sie ihre Zeit im Netz eigentlich verwenden.

© Postbank
Gesellschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten
ICT-Fachmesse CONNECT von Brack.Alltron erscheint in neuem Gewand
Unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» möchte die Handelsgruppe Brack.Alltron die ICT-Themen von morgen präsentieren. 
3 Minuten
10. Jul 2026
Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Schweizer Funk-Uhren haben deutsche Zeit - Zeitumstellung
Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Um 02.00 Uhr werden alle Uhren auf 03.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Viele Uhren erledigen dies automatisch. Aber wie eigentlich? Und sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft werden?
3 Minuten
27. Mär 2024
Digitalisierung senkt Zahl fehlgeleiteter Gepäckstücke
Trotz steigender Passagierzahlen hat die Luftfahrtbranche im Jahr 2025 ihre grössten Fortschritte seit der Pandemie erzielt: Die Zahl falsch abgefertigter Gepäckstücke sank um 23 %.
4 Minuten
Davos wird zur ersten Robot City Europas
Mehr als 50 Roboter aus Europa, China und den USA arbeiten derzeit mitten in Davos. Der erste Davos Tech Summit zeigt damit erstmals Robotik-Anwendungen im öffentlichen Raum. Fachleute diskutieren zudem über Physical AI, Cybersecurity und Europas Rolle in der Robotik.
2 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige