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Lesedauer 3 Min.

Showtime für Open Source beim Festival der roten Hüte

Hybrid Cloud ist der Normalfall, KI wird mit Augenmass eingesetzt und Open Source etabliert sich als strategisches Werkzeug. Dahinter steht eine lebendige Community aus Partnern, Experten und Anwendern. Genau darum ging es am Red Hat Summit in Zürich.
Open-Source-Enthusiasten unter sich beim Red Hat Summit in Zürich.
© (Quelle: Red Hat)

Am Red Hat Summit: Connect Switzerland 2026 in Zürich war schnell klar: Das wird kein Marketing-Event mit Hochglanzfolien, sondern ein Treffpunkt für Profis, die sich konkret mit der Realität moderner Enterprise-IT beschäftigen. 

Richard Zobrist, Country Manager Switzerland, Red Hat: «Organisationen überdenken zunehmend ihre IT-Landschaften.» © Quelle: Red Hat

Mehr Kontrolle, weniger Abhängigkeiten

In den Keynotes zog sich eine zentrale Botschaft durch fast alle Beiträge: Offene Plattformen und hybride Architekturen sind kein Übergangsmodell mehr, sondern der Normalfall. Gerade im Zusammenspiel mit KI wird deutlich, wie wichtig es für Unternehmen ist, Wahlfreiheit zu behalten – technisch wie strategisch. Open Source wurde dabei nicht ideologisch aufgeladen, sondern nüchtern als Mittel zum Zweck diskutiert: mehr Kontrolle, mehr Transparenz, weniger Abhängigkeiten.

Ein Blick hinter die Kulissen: Chris Wright und Marco Bill zeigten, wie Red Hat ihre eigene IT betreibt. © Quelle: Red Hat

Red Hat: «We use what we sell»

Besonders spannend waren die Einblicke von Chris Wrigh und Marco Bill, die zeigten, wie Red Hat seine eigene IT betreibt. Wenn ein Anbieter erklärt, wie er selbst mit den eigenen Produkten arbeitet, wirkt das glaubwürdiger als jede Referenzfolie. Man merkte: Viele der Herausforderungen, über die gesprochen wurde – Komplexität, Governance, Automatisierung – kennt Red Hat aus dem eigenen Betrieb.

Open Source ist beliebt, das zeigte sich auch in der grossen Nachfrage nach roten Hüten. © Quelle: Red Hat

Hybrid Cloud als gelebte Realität

Ein weiterer Schwerpunkt lag klar natürlich auf KI in der Praxis. Allerdings weniger im Sinn von «Was wäre möglich?»“, sondern «Wie bringe ich KI stabil zum Laufen?» Hier zeigte unter anderem Intel als Partner in einer Demo, wie sich KI-Workloads in hybriden Umgebungen betreiben lassen.

Auch Kundensicht fehlte nicht. Verschiedene Beiträge und Tracks zeigten, wie Open Source heute gerade in regulierten Branchen zur Anwendung kommt und fester Teil von Enterprise-IT ist. Automatisierung, Security und Governance sind dabei keine Zusatzthemen mehr, sondern Bestandteil jeder Architekturentscheidung.

Open-Source-Enthusiasten unter sich beim Red Hat Summit in Zürich. © Quelle: Red Hat

Fazit: Daumen hoch für Red Hat

Mein persönliches Fazit zum Connect-Event von Red Hat: Es hat Spass gemacht, die aktuellen IT-Themen zu diskutieren, sich mit einer coolen Community zu treffen und echte Alternativen für die digitale Zukunft zu erleben. Dass und Digitalisierung weiterhin intensiv beschäftigt, ist klar. Die Frage ist nur, welchen Preis (durchaus im Sinne von Abhängigkeit) wir dafür bezahlen wollen. Alles in allem war es ein runder, inhaltlich dichter Anlass mit vielen Denkanstössen, die auch nach dem letzten Kaffee noch nachwirken.

Lesen Sie auch das Interview mit Chris Wright und Marco Bill, Red Hat: «Souveränität beginnt bei der Wahlfreiheit»

Zum Unternehmen

Red Hat

Red Hat bietet Open-Source-Softwarelösungen und -Services für Unternehmen. Im Fokus steht ein Community-basierten Ansatz, um Linux-, Hybrid-Cloud-, Container- und Kubernetes-Technologien bereitzustellen. Red Hat unterstützt Kunden bei der Entwicklung Cloud-nativer Anwendungen, der Integration bestehender und neuer IT sowie der Automatisierung, Sicherung und Verwaltung komplexer Umgebungen.

Das US-amerikanische Unternehmen wurde 1993 gegründet und gehört heute zu IBM. In der Schweiz ist Red Hat an den Standorten Zürich und Neuchâtel vertreten.

www.redhat.com

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