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Lesedauer 2 Min.

Bei NETSTAL bildet SAP die Datenbasis für serviceorientierte Prozesse

Das Gespräch mit Stefan Winterberg zeigt, wie NETSTAL – ein traditionsreicher Maschinenhersteller – SAP-Technologien nutzt, um Prozesse zu digitalisieren und den Kundenservice zu stärken.
© (Quelle: Computerworld)

Ausgangspunkt ist der hohe Druck in der Maschinenbranche: Effizienz, Kostenoptimierung und neue Serviceangebote werden zunehmend entscheidend. Winterberg betont im Gespräch mit der Computerworld, dass Digitalisierung bei NETSTAL kein neues Modewort ist, sondern seit Jahren Teil der Unternehmensentwicklung: «Digitalisierung ist omnipräsent, seit ich denken kann.»

Kern der Transformation ist SAP S/4HANA als zentrale Plattform. Konstruktionsdaten aus dem PLM-System fliessen direkt ins ERP. Dadurch entsteht ein durchgängiger Informationsfluss – von der Konstruktion über die Produktion bis zum Service. Ein praktisches Beispiel: Ersatzteilkataloge lassen sich «auf Knopfdruck» generieren, sodass Kunden schnell die richtigen Komponenten bestellen können. Diese Integration bildet zugleich die Basis für einen digitalen Zwilling, der künftig weit über den Ersatzteilservice hinaus genutzt werden soll.

Besondere Bedeutung hat der Servicebereich. NETSTAL-Maschinen laufen oft über 15 Jahre im Einsatz. Während die Herstellungsphase nur wenige Monate dauert, entsteht der eigentliche Kundenkontakt über den langen Betriebszeitraum. Daraus entwickelt sich ein neues Geschäftsmodell rund um Wartung, Verfügbarkeit und digitale Dienstleistungen. Ziel ist ein «Sorglospaket», bei dem Maschinen möglichst ohne Ausfälle laufen und Kundenbindung sowie Mehrwert generiert werden. SAP dient dabei nicht als isoliertes Tool, sondern als Enabler für künftige Technologien und datenbasierte Angebote. 

Business & IT-Strategie Künstliche Intelligenz (KI) ERP SAP Schweiz
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