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Online-Hass vertreibt junge Frauen aus der Politik

Hass im Netz trifft Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker in der Schweiz laut einer Studie ähnlich häufig. Die Inhalte der Anfeindungen unterscheiden sich jedoch deutlich, je nachdem, ob sie gegen eine Frau oder einen Mann gerichtet sind.
KI soll vor Hasstiraden im Netz schützen
© (Quelle: Succo/Pixabay)

So erleben Frauen deutlich häufiger Angriffe, die sich direkt auf ihr Geschlecht beziehen, wie die Universität Basel am Montag mitteilte. Dazu gehören etwa sexistische und sexualisierte Kommentare, abwertende Bemerkungen über das Aussehen oder die politische Kompetenz der jungen Frauen.

Diese Form der Gewalt wirkt sich besonders stark auf ihre politische Motivation aus, wie die Befragung der Universität Basel unter Mitgliedern Schweizer Jugendparteien zeigt. Die befragten jungen Frauen gaben deutlich häufiger als Männer an, dass persönliche Erfahrungen mit Online-Hass für sie ein Hindernis in ihrer politischen Arbeit darstellten oder sie sogar dazu brachten, sich aus der Politik zurückzuziehen.

Entmutigt vor Kandidatur

«Sie werden durch die Anfeindungen entmutigt, noch bevor sie überhaupt die Chance haben, für ein Amt zu kandidieren», erklärte Studienerstautor Daniel Höhmann in der Mitteilung der Universität Basel.

Die Studie ist im «Journal of Women, Politics & Policy» erschienen. Befragt wurden 175 junge Mitglieder von Schweizer Jugendparteien. Die Forschenden weisen darauf hin, dass die Teilnahmequote zwar eher gering war, jedoch Vertreterinnen und Vertreter aller grossen politischen Lager einbezogen wurden. Die Stichprobe gilt deshalb als repräsentativ für die ideologische Zusammensetzung der Schweizer Jugendparteien - nicht jedoch uneingeschränkt für deren Geschlechterverhältnis oder für alle politisch interessierten Jugendlichen in der Schweiz.

Studie Politik Gesellschaft
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