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Schweizer Hochschulen wollen Schutz vor Wissensspionage verstärken

Schweizer Hochschulen wollen laut "NZZ am Sonntag" den Schutz vor Wissensspionage verstärken. Es sei naiv zu glauben, die Schweiz wäre nicht von Spionage betroffen, sagte ETH-Zürich-Rektor Günther Dissertori der Zeitung.
Das Hauptgebäude der ETH Zürich.
© (Quelle: ETH Zürich / Gian Marco Castelberg)

Eine Arbeitsgruppe von Swissuniversities schlage deshalb vor, an jeder Hochschule eine Anlaufstelle sowie eine nationale Koordinationsstelle für Wissenssicherheit einzurichten, um den Zugriff gewisser staatlicher Akteure auf Wissen und Technologien zu verhindern. «Wir brauchen auch beim Datenaustausch unter den Hochschulen eine verbesserte Koordination», sagte Dissertori im Interview.

Angedacht sei zudem ein Austausch kritischer Dossiers, um zu verhindern, dass Bewerbende auf Umwegen ins Schweizer System eindringen könnten; dies würde Doppelspurigkeiten vermeiden und sicherstellen, dass alle Hochschulen nach gleichen Kriterien agierten. Eine Gefahr der Diskriminierung bestehe laut Dissertori nicht: «Die Analyse erfolgt aufgrund des Risikos und nicht aufgrund der Nationalität. Die Herkunft löst lediglich eine genauere Prüfung aus.»

Seit einem Jahr führe die ETH Zürich ein Sicherheits-Screening von Bewerbungen aus Ländern wie Russland, China, Iran oder Afghanistan durch, was dazu geführt habe, dass innerhalb dieses Zeitraums 80 Bewerbungen abgelehnt worden seien. Bewertet würden die Personen gemäss Dissertori nach Kriterien wie Herkunft, Vorbildung, Finanzierungsquelle sowie dem angestrebten Studium oder Aufgabengebiet. «Stellen wir eine kritische Kombination fest, nehmen wir sie nicht an der ETH auf», sagte der Rektor.

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