Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Schweizer Hochschulen wollen Schutz vor Wissensspionage verstärken

Schweizer Hochschulen wollen laut "NZZ am Sonntag" den Schutz vor Wissensspionage verstärken. Es sei naiv zu glauben, die Schweiz wäre nicht von Spionage betroffen, sagte ETH-Zürich-Rektor Günther Dissertori der Zeitung.
Das Hauptgebäude der ETH Zürich.
© (Quelle: ETH Zürich / Gian Marco Castelberg)

Eine Arbeitsgruppe von Swissuniversities schlage deshalb vor, an jeder Hochschule eine Anlaufstelle sowie eine nationale Koordinationsstelle für Wissenssicherheit einzurichten, um den Zugriff gewisser staatlicher Akteure auf Wissen und Technologien zu verhindern. «Wir brauchen auch beim Datenaustausch unter den Hochschulen eine verbesserte Koordination», sagte Dissertori im Interview.

Angedacht sei zudem ein Austausch kritischer Dossiers, um zu verhindern, dass Bewerbende auf Umwegen ins Schweizer System eindringen könnten; dies würde Doppelspurigkeiten vermeiden und sicherstellen, dass alle Hochschulen nach gleichen Kriterien agierten. Eine Gefahr der Diskriminierung bestehe laut Dissertori nicht: «Die Analyse erfolgt aufgrund des Risikos und nicht aufgrund der Nationalität. Die Herkunft löst lediglich eine genauere Prüfung aus.»

Seit einem Jahr führe die ETH Zürich ein Sicherheits-Screening von Bewerbungen aus Ländern wie Russland, China, Iran oder Afghanistan durch, was dazu geführt habe, dass innerhalb dieses Zeitraums 80 Bewerbungen abgelehnt worden seien. Bewertet würden die Personen gemäss Dissertori nach Kriterien wie Herkunft, Vorbildung, Finanzierungsquelle sowie dem angestrebten Studium oder Aufgabengebiet. «Stellen wir eine kritische Kombination fest, nehmen wir sie nicht an der ETH auf», sagte der Rektor.

Wissenschaft Forschung
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Mehr als UCC: Neue Felder für den ITK-Channel
Netzwerke, Kommunikation, AV, Digital Signage und Workplace wachsen immer stärker zusammen. Auf der leat con 26 treffen diese Technologiewelten aufeinander – und eröffnen auch ITK-Fachhändlern und Systemhäusern neue Anknüpfungspunkte.
4 Minuten
25. Aug 2026
Gemini ganz clever - so geht es - KI-Tipps
Das Imperium schlägt zurück: Die Antwort von Google auf den Erfolg von ChatGPT & Co. nennt sich Gemini. Wir zeigen Ihnen, was das KI-Tool kann, wo seine Grenzen liegen und wie Sie es effektiv einsetzen.
5 Minuten
26. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Alte Smartphones statt neue Rechenzentren - Alessandro De Carli, Acurast Association
Braucht es immer mehr leistungsfähige Rechenzentren? Nicht unbedingt, sagt Alessandro De Carli, Präsident der Acurast Association und CEO der Papers AG. Statt neue Server zu bauen, nutzt seine Plattform Acurast die Rechenleistung ausrangierter Smartphones. Im Interview erklärt er, weshalb darin enormes Potenzial für nachhaltiges Cloud Computing steckt.
6 Minuten
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige