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Deepfake-Vorfälle stiegen 2025 um 500 Prozent

Skandale um Deepfakes nehmen zu und das Ausmass der Auswirkungen auf die Opfer und die Lücken im Strafrecht werden erst langsam klar.
© karen roach/Shutterstock

Fälle wie die sexualisierten Deepfakes um Collien Fernandes und jüngst auch Giorgia Meloni zeigen, wie akut die Gefahrenlage ist – in letzterem Fall auch in politischer Hinsicht. Laut einer Studie im Auftrag des Finanzportals BrokerChooser stieg allein im vergangenen Jahr die Zahl der Deepfake-Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr um 500 %.

Die Studie der Forex-Broker-Experten von BrokerChooser analysierte Betrugsprotokolle, um zu berechnen, wie oft das Abbild verschiedener Prominenter verwendet wurde, um gefälschte Nachrichten über Deepfakes und andere KI-Medien zu erstellen.

Ergebnis: Die Zahl der Deepfake-Vorfälle hat sich im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr verfünffacht. Die Auswertung von knapp 1'900 gemeldeten KI-Vorfällen aus zwei Datenbanken zeigt einen kontinuierlichen Anstieg seit 2021 – parallel zur wachsenden Verfügbarkeit generativer KI-Werkzeuge. Der Anteil von Vorfällen mit Deepfakes an allen gemeldeten KI-Betrugsfällen lag 2025 bei 30,49 Prozent.

Besonders auffällig ist die Zunahme bei Deepfakes von Prominenten: Ihr Anteil an allen Deepfake-Vorfällen stieg von 29,24 Prozent im Jahr 2024 auf 36,19 Prozent im Jahr 2025. Am häufigsten betroffen waren Personen aus der Politik (32,43 Prozent) und Musik (31,08 Prozent).

US-Präsident Donald Trump ist laut Statistik die am häufigsten für Deepfakes missbrauchte prominente Person und steht für mehr als zwölf Prozent der gemeldeten Fälle. Dahinter folgen Will Smith (5,39 %), James Earl Jones (4,41 %), Taylor Swift (4,41 %) und Elon Musk (3,92 %).

Warnsignale erkennen

Für Unternehmen und IT-Verantwortliche sind Deepfakes längst kein rein mediales Phänomen mehr: Gefälschte Video- und Audioinhalte werden zunehmend für CEO-Fraud, Social Engineering und gezielte Desinformation eingesetzt. Experten empfehlen, auf typische Artefakte zu achten – etwa Unregelmässigkeiten an Gesichtsrändern, inkonsistente Beleuchtung oder fehlerhafte Details bei Haaren und Zähnen.

Als grundlegende Regel gilt: Inhalte, die zu überzeugend oder zu gut klingen, um wahr zu sein, sollten kritisch hinterfragt und im Zweifel der jeweiligen Plattform gemeldet werden.

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