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Apple erklärt Verzögerung bei KI-Siri

Apple hat zum ersten Mal ausführlicher erklärt, warum eine neue Version der Sprachassistentin Siri mit Künstlicher Intelligenz auf sich warten lässt. Der iPhone-Konzern habe zwar funktionierende Prototypen der Software gehabt.
© (Quelle: Apple)

«Aber wir konnten sie nicht so schnell verlässlich machen, wie wir dachten», sagte Apples Software-Chef Craig Federighi dem «Wall Street Journal» am Rande der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC.

Siehe auch: Das war die WWDC 2025

Der iPhone-Konzern hatte bei der WWDC 2024 eine stark verbesserte Siri mit Künstlicher Intelligenz angekündigt. Der Plan von Apple ist, dass die künftige Siri für Nutzer besonders hilfreich werden soll, weil die Software Zugang zu persönlichen Informationen der Nutzer hat und quer über verschiedene Apps aktiv sein kann. Vor einem Jahr wurden bereits sehr konkrete Nutzungs-Szenarien dafür vorgestellt. Doch im März gab Apple bekannt, dass man dafür länger brauche - schätzungsweise bis zum «kommenden Jahr».

Kein genauer neuer Termin

 »Ich würde diese Entscheidung wieder treffen», sagte Marketing-Chef Greg Jozwiak der Zeitung. Er widersprach der Darstellung, dass Apple vor einem Jahr gar keine funktionierende KI-Siri gehabt habe.

Federighi erklärte, bei interner Nutzung habe man festgestellt, dass die Software nicht verlässlich genug funktioniere, um ein Apple-Produkt zu sein, wenn man «ausgetretene Pfade» verliess. Er wollte auf Nachfrage keinen konkreten neuen Termin für das Erscheinen der KI-Siri nennen - weil man zuvor die Probleme im Griff haben wolle.

Kern von «Apple Intelligence»

Der Rivale Google, bei dem das konkurrierende Mobil-Betriebssystem Android entwickelt wird, ist gerade dabei, seine KI-Software Gemini tiefgreifend in die Smartphones zu integrieren. Sie könnte eine ähnliche Rolle spielen, wie sie Apple für Siri auf den iPhones vorschwebt. KI-Systeme wie Gemini oder ChatGPT von der Entwicklerfirma OpenAI lassen ursprüngliche Sprachassistenz-Software wie Siri, den Google Assistant oder Amazons Alexa veraltet aussehen.

Apple fasste seine KI-Angebote im vergangenen Jahr unter dem Namen «Apple Intelligence» zusammen. Bisher kann die Software unter anderem Texte umformulieren und zusammenfassen sowie neue Emoji aus Beschreibungen der Nutzer erstellen. Die neue Siri hatte der Konzern im vergangenen Jahr als das Herzstück von Apple präsentiert.

Apple Künstliche Intelligenz (KI)
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