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Bitkom-Länderindex: Hamburg liegt bei der Digitalisierung vorne

Der Bitkom hat die 16 deutschen Bundesländer auf den Prüfstand gestellt und untersucht, wie weit sie bei den wichtigsten Themen der Digitalisierung sind. Vorne liegen Hamburg und Berlin, dahinter rückt Hessen auf den dritten Platz vor.
Bitkom-Länderindex Deutschland 2026
© Bitkom

Der Bitkom hat seinen Länderindex zur Digitalisierung veröffentlicht. Dafür wurden alle 16 Bundesländer anhand von 30 Indikatoren in vier Kategorien untersucht: Governance & Verwaltung, Digitale Infrastruktur, Digitale Wirtschaft und Digitale Gesellschaft. Dazu haben die Experten des Bitkom alle 16 Landesregierungen befragt und zahlreiche amtliche Statistiken und Drittstudien ausgewertet. Hinzu kam eine empirische Befragung von mehr als 5.600 Bürgern durch Bitkom Research, die repräsentative Ergebnisse für alle Länder liefert.

Spitzenreiter bei der Digitalisierung ist wie im letzten Index aus dem Jahr 2024 mit einem deutlichen Vorsprung Hamburg: Die Hansestadt erreicht 70,3 von 100 möglichen Punkten und schneidet in den Kategorien Digitale Wirtschaft und Digitale Infrastruktur am besten ab. Bei Governance & Verwaltung kommt Hamburg auf Rang 3, bei der Digitalen Gesellschaft auf Rang 5. Besonders stark sind unter anderem die Glasfaser- und Gigabitversorgung sowie der Anteil an IT-Unternehmen und IT-Fachkräften.

Berlin erreicht erneut den zweiten Platz mit 63,8 Punkten. Die Stärken der Hauptstadt liegen vor allem in der digitalen Wirtschaft. Dazu gibt es eine hohe Zahl an Startup-Neugründungen und eine starke Präsenz von IT-Unternehmen. Vom fünften auf den dritten Platz rückt Hessen mit 63,7 Punkten und der Bestwertung bei Governance & Verwaltung nach vorne. Bayern erreicht 62,6 Punkte und fällt damit auf Rang 4 zurück, Baden-Württemberg folgt mit 61,8 Punkten auf Platz 5. Das Saarland verbessert sich besonders stark und rückt von Platz 12 im Länderindex 2024 auf Platz 6 in diesem Jahr vor und schneidet in der Kategorie Digitale Gesellschaft am besten ab. Die Experten des Bitkom führen das vor allem auf die umfassende digitale Bildung in den Schulen zurück.

Am Ende des Rankings liegen Sachsen-Anhalt (52,4 Punkte) sowie Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, die sich den 15. Platz mit jeweils 51,1 Punkten gleichauf teilen. Die beiden Schlusslichter liegen aber zumindest in der Kategorie Digitale Gesellschaft in der Spitzengruppe, da sie auf die digitale Bildung setzen.

«Der Bitkom-Länderindex zeigt, wie die Digitalisierung in Deutschlands Regionen gelingen kann. Einige Bundesländer profitieren von starken wirtschaftlichen und strukturellen Voraussetzungen, andere holen mit klugen politischen Entscheidungen und gezielten Investitionen auf», sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. «Entscheidend ist, dass Digitalisierung strategisch gesteuert, mit Nachdruck umgesetzt und in der Breite verankert wird – in Verwaltung, Wirtschaft, Infrastruktur und Bildung.»

Vier Kategorien im Überblick beim Index der deutschen Bundesländer
© Bitkom
Digitalisierung
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