Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Von der Digitalisierung zur Autonomie

Viele Unternehmen haben ihre Prozesse digitalisiert. Was folgt als Nächstes? Autonomie, Robotik, digitale Zwillinge oder etwas ganz anderes?

Rejhan Fazlic: «Wer KI-Agenten, Modelle und Daten nicht kontrolliert betreibt, skaliert keine Autonomie, sondern Risiken.»

© PwC

Digitalisierung bleibt Pflicht, Autonomie wird zur Kür. Viele Unternehmen haben digitalisiert, aber nicht industrialisiert. Bremsen sind Datenqualität, fragmentierte IT, unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Kompetenzen.
Das nächste Entwicklungsstadium des Digital Business ist orchestrierte Autonomie: Prozesse, Daten und Entscheidungen sind so verbunden, dass Menschen, KI-Agenten und Maschinen belastbar zusammenarbeiten. Der Sprung liegt nicht im nächsten Tool, sondern in der End-to-End-Steuerung in klaren Leitplanken. Im Fokus stehen Finance, Supply
Chain, Kundenservice und IT. KI/ML, Prozessautomatisierung und agentische Systeme verschieben den Schwerpunkt von Effizienz zu Steuerung: laufende Forecasts, automatisierte Kontrollen, Störungserkennung und schnellere Massnahmen.
In der Industrie entfalten Robotik und digitale Zwillinge ihren vollen Nutzen, wenn Echtzeitdaten, Simulation und Steuerung miteinander verbunden sind. Aus Technologie- und ERP-Transformationen zeigt sich: Der Engpass liegt selten nur in der Technologie. Entscheidend sind Datenqualität, Enterprise Architecture, Governance, klare Verantwortlichkeiten und Auditierbarkeit. Wer KI-Agenten, Modelle und Daten nicht kontrolliert betreibt, skaliert keine Autonomie, sondern Risiken. Unternehmen sollten Business Capabilities priorisieren statt Einzellösungen, Governance und Datenfundament vor der Skalierung stärken und Change so ernst nehmen wie Technologie.

Gewinner digitalisieren nicht nur, sie machen ihr Geschäft steuerbar, lernfähig und autonom.

Rejhan Fazlic

Zur Person

Rejhan Fazlic ist Partner bei PwC Schweiz und leitet den Bereich Technology Strategy & Transformation. Seit fast zwei Jahrzehnten begleitet er Organisationen an der Schnittstelle von Business-Strategie und IT-Umsetzung. Sein Schwerpunkt liegt auf komplexen Transformationsprogrammen, ERP-Modernisierungen, IT-Operating-Model-Design und digitalen Strategien im öffentlichen und privaten Sektor. Geprägt durch frühere Verantwortung in IT Operations verbindet er technische Umsetzbarkeit mit strategischer Klarheit. Sein Ansatz ist pragmatisch: ambitionierte Technologieziele in realistische, skalierbare und wertstiftende Lösungen übersetzen. Damit unterstützt er Führungsteams, Technologie als belastbaren Treiber für nachhaltigen Unternehmenserfolg zu nutzen. Besonders wichtig sind ihm Governance, Datenqualität, Architektur und messbare Resultate statt reiner Konzeptarbeit im Alltag.

People
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Mehr als UCC: Neue Felder für den ITK-Channel
Netzwerke, Kommunikation, AV, Digital Signage und Workplace wachsen immer stärker zusammen. Auf der leat con 26 treffen diese Technologiewelten aufeinander – und eröffnen auch ITK-Fachhändlern und Systemhäusern neue Anknüpfungspunkte.
4 Minuten
25. Aug 2026
Philippe Trütsch wird neuer CEO von localsearch
Der Verwaltungsrat von localsearch (Swisscom Directories AG) hat Philippe Trütsch zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Er übernimmt die Leitung des Unternehmens per 1. Oktober 2026.
2 Minuten
26. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige