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Lesedauer 3 Min.

Schweizer Top-CIOs: Sven Friedli, Bell Food Group

Die CIOs der grössten Schweizer Firmen stellen sich vor und berichten von anstehenden Projekten sowie aktuellen Herausforderungen.
© (Quelle: Bell)

Sven Friedli

Funktion: CIO

Firma: Bell Food Group

Branche: Lebensmittel

Mitarbeitende in der Schweiz: 5100 FTE

IT-Mitarbeiter intern: 270

In dieser Firma/CIO seit: 1. Oktober 2020

Berichtet an: Lorenz Wyss, Vorsitzender der Gruppenleitung (CEO)

Aktuelle Projekte

Wir haben gruppenweit eine Vielzahl an Projekten am Laufen, welche folgende Ziele verfolgen:

  1. Standardisierung unserer Infrastruktur und Applikationen. Dabei gilt es die heterogene Systemlandschaft, welche teilweise durch die Firmenzukäufe entstanden ist, schrittweise und über den LifeCycle getrieben zu vereinfachen.
  2. Produktivitätssteigerungen unserer Arbeitsabläufe. Wir optimieren dabei unsere ERP Systemlandschaft, führen MES-Systeme ein, nutzen neue Cloud-Technologien mit KI und Machine Learning im Bereich der Produktionsplanung oder verwenden diese technologischen Möglichkeiten auch um unsere Produktqualität zu verbessern und Arbeitsabläufe zu optimieren.
  3. Mehrwerte für die Mitarbeiter schaffen, um einfacher zusammen zu arbeiten und besser informiert zu bleiben. Dabei spielt für uns die Microsoft-365-Produktpalette sowie auch Kommunikationsplattformen wie Beekeeper eine Rolle, wo wir auch unsere Mitarbeiter in der Produktion erreichen können.
  4. Schlussendlich geht es natürlich stetig auch darum unsere Betriebsprozesse und Infrastrukturen zu verbessern und zu optimieren, so dass wir die Ausfallzeiten und Unterbrüche möglichst tief halten und unsere Kosten optimieren.

Grösste Herausforderung

IT ist in unserer Industrie Mittel zum Zweck. Wir müssen die Bedürfnisse unseres Business verstehen, um sie bei ihrer täglichen Arbeit und im Rahmen der Digitalisierung zu begleiten und weiterzuentwickeln. Dabei gilt es auch langjährige Prozesse und Arbeitsabläufe zu hinterfragen und zu optimieren. Denn ein komplexer Prozess ist auch nach der Digitalisierung komplex. Daher ist es ein absoluter Schlüsselfaktor, dass man in dieser Transformation ein Dialog auf Augenhöhe führt und gemeinsame Ziele verfolgt. Da hat die IT auch einen klaren «Übersetzungsauftrag». Zudem bietet Digitalisierung neben vielen Chancen aber auch gewisse Risiken. Es ist absolut zentral, dass wir unsere Daten sowie (Cloud)-Infrastrukturen sicher schützen, die Vielfalt an Möglichkeiten gezielt einsetzen, damit wir nicht in der Komplexität des IT-Dschungels untergehen. Dabei gilt es den richtigen Mix an internem Know-how und externen Partnern bereitzustellen, um einen stabilen Betrieb und zukunftsgerichtete Weiterentwicklung sicherzustellen. Denn die IT ist der zentrale Bestandteil unserer täglichen Abläufe. Ohne IT wird keine Salami produziert und kein Salat ausgeliefert. Stabilität und Produktivität der IT ist dabei der absolute Schlüsselfaktor.

(Stand: Dezember 2022)

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