Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Musk fährt Trump bei KI-Plan in die Parade

Elon Musk stellt sein enges Verhältnis zu Donald Trump auf die Probe: Der Tech-Milliardär schürt Zweifel an dem riesigen KI-Projekt, das der US-Präsident stolz im Weissen Haus präsentiert hat.
© (Quelle: Royal Society/Wikimedia)

«Die haben in Wirklichkeit das Geld nicht», schrieb Musk auf seiner Online-Plattform X. Trump hatte zuvor verkündet, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI mit Technologiepartnern 500 Milliarden Dollar in neue Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) stecken.

Zunächst sollen demnach 100 Milliarden Dollar (96 Mrd Euro) in das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Stargate investiert werden. Neben OpenAI sind unter anderem der Software-Riese Oracle und der japanische Technologiekonzern Softbank bei dem Projekt dabei. Musk spottete, er wisse aus sicherer Quelle, dass Softbank nur zehn Milliarden Dollar gesichert habe.

Rüffel von Präsidentensprecherin

Das Weisse Haus wies Musk zurecht - allerdings, ohne ihn beim Namen zu nennen. «Das amerikanische Volk sollte Präsident Trump und diesen Unternehmenschefs glauben», sagte Sprecherin Karoline Leavitt im Fernsehsender Fox News. «Diese Investitionen kommen in unser grossartiges Land - und bringen amerikanische Jobs mit sich.» Der Ankündigung zufolge sollen durch Stargate 100.000 Arbeitsplätze in den USA entstehen.

Musk spendete mehr als 250 Millionen für Trumps Wahlkampf und ist oft neben dem Präsidenten zu sehen. Er soll Trump helfen, die Staatsausgaben zu kürzen. Beide lobten sich stets gegenseitig in höchsten Tönen.

Fehde zwischen Musk und OpenAI-Chef Altman

Die Stargate-Ankündigung gefiel dem Tech-Milliardär jedoch ganz offensichtlich nicht. Musk und OpenAI-Chef Sam Altman stecken mitten in einem eskalierenden Konflikt. Musk war einst selbst unter den OpenAI-Gründern, scherte dann aber aus. Inzwischen zog er vor Gericht, um die Umwandlung von OpenAI in ein auf Profit ausgerichtetes Unternehmen zu stoppen. Altmans Firma wirft Musk im Gegenzug vor, er habe seinerzeit die Kontrolle über OpenAI an sich reissen wollen. Musk richtete inzwischen das Konkurrenz-Unternehmen xAI ein.

Bissige Reaktion vom OpenAI-Chef

Altman widersprach der Darstellung, dass Softbank nur zehn Milliarden Dollar parat habe, und lud Musk ein, die Baustelle des ersten Rechenzentrums zu besichtigen. Dann legte er nach: «Das ist grossartig für das Land. Mir ist klar, dass das, was grossartig für das Land ist, nicht immer optimal für Deine Unternehmen ist». Er hoffe aber, dass Musk in seiner neuen Rolle «grösstenteils» die USA an erste Stelle setzen werde. Musk reagiert zunächst nicht darauf.

OpenAI wird bei Stargate auch vom langjährigen Partner Microsoft unterstützt. Microsoft-Chef Satya Nadella gab sich angesichts der Kontroverse gelassen. «Ich weiss nur, die 80 Milliarden Dollar von meiner Seite stehen», sagte er dem Fernsehsender CNBC.

Musk soll unterdessen schon zuvor das Umfeld von Trump verärgert haben. So schrieb das «Wall Street Journal» vergangene Woche, einige Vertraute und Verbündete des Präsidenten beklagten sich, dass Musk sich in Themen einmische, von denen er keine Ahnung habe, und bei Beratungen zu viel rede.

USA Künstliche Intelligenz (KI)
Anzeige

Neueste Beiträge

KI-Ausschreibung für 57 Mio. Franken von Bundeskanzlei
Die Bundeskanzlei lanciert eine Ausschreibung zur Beschaffung von IT-Dienstleistungen in den Bereichen Daten und künstliche Intelligenz (KI) für insgesamt 57 Millionen Franken. Die Ausschreibung wurde auf der Plattform für öffentliche Ausschreibungen Simap.ch veröffentlicht.
2 Minuten
26. Mär 2026
Hektische Handy-Nutzung am gefährlichsten
Smartphone-, Laptop- oder Tablet-User, die stundenlang auf das Display starren, werden weniger von Informationsüberflutung gepeinigt als diejenigen, die alle paar Minuten ihr Gerät zücken. 
3 Minuten
26. Mär 2026
iWay blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück
Der Internetanbieter iWay wächst 2025 in allen Kernbereichen und stärkt das Partnergeschäft. 2026 wird das Wholesale-Teams ausgebaut.
3 Minuten
26. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Digital Recovery: Praxisnahe Incident-Response-Strategien - Pressemitteilung
Cyberangriffe mit Verschlüsselungstrojanern setzen Unternehmen immer häufiger unter enormen Druck.
4 Minuten
20. Jan 2026
Swiss GRC im int. Marktüberblick zu Software für Governance, Risk und Compliance - Pressemitteilung
Swiss GRC aus Luzern ist im Governance, Risk, And Compliance Platforms Landscape, Q4 2025 von Forrester Research, Inc. vertreten – als einziges Unternehmen mit Hauptsitz in der DACH-Region.
3 Minuten
20. Jan 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige