Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Menschen mit Behinderung sehen E-ID als Mittel für Teilhabe

Dank der E-ID haben Menschen mit Behinderung mehr Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Und gerade kleine Gemeinden nützt sie bei Verwaltungsgeschäften.
© (Quelle: e-ID)

Mit diesen Argumenten haben Organisationen für ein Ja zum elektronischen Identitätsnachweis am 28. September geworben.

«Die E-ID ist barrierefrei und hilft, Hürden abzubauen», sagte Jonas Pauchard vom Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen am Dienstag in Bern vor den Medien.

Setzten etwa ein Telekom-Anbieter oder eine Bank auf das neue Dokument, könnten Sehbehinderte selbstständig einen Handyvertrag abschliessen oder ein Konto eröffnen. Menschen mit Behinderung erhielten mehr Hilfestellungen, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und unabhängiger zu leben.

Vieles von zuhause aus erledigen

Ältere könnten mit der E-ID vieles von zuhause aus zu erledigen, sagte Bea Heim von der Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfegruppen (Vasos). Die E-ID mache das Leben einfacher, und sie sei kostenlos und freiwillig.

Auch Gemeindeverwaltungen sehen Vorteile. Dank der E-ID könnten Routineaufgaben effizient, kostengünstig und bürgernah erledigt werden, führte André Guyer, Gemeindepräsident von Aesch ZH, aus. Das sei gerade für kleinere Gemeinden wichtig. Die E-ID sei eine attraktive Alternative zu den etablierten Identitätsnachweisen.

Daniel Graf von der Stiftung für direkte Demokratie sieht die E-ID als wirksames Mittel gegen Schummeleien beim Unterschriftensammeln. Dank der E-ID könnten Initiativen und Referenden mit dem Smartphone unterschrieben werden.

«Wenn wir jetzt nichts tun dafür, dass die Schweiz ein Update erhält, kann es gut sein, dass wir in den nächsten Jahren eine Vollbremsung machen müssen», warnte Graf. Denn die Digitalisierung gehe nicht an der Schweiz vorbei.

Privatsphäre geschützt

Die E-ID vereinfache Geschäftsprozesse, reduziere Bürokratie, schaffe Vertrauen im digitalen Raum und schütze die Privatsphäre, sagte Franziska Barmettler, CEO von Digitalswitzerland. Die Digitale Gesellschaft, beim ersten Anlauf von 2021 für die Einführung der E-ID noch Gegnerin, unterstützt die neue Vorlage.

Das heutige Projekt erfülle die Anforderungen für den Schutz von Personendaten, sagte Geschäftsleiter Erik Schönenberger. Es könnten einzelne Attribute wie das Alter geteilt werden, und etwa für das Ausstellen von Rechnungen werde die E-ID nicht benötigt.

Egov Politik Gesellschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Fachmesse CONNECT von Brack.Alltron erscheint in neuem Gewand
Unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» möchte die Handelsgruppe Brack.Alltron die ICT-Themen von morgen präsentieren. 
3 Minuten
10. Jul 2026
Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten
Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Streik abgewendet: Deutsche Telekom einigt sich mit Ver.di
Die Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 60'000 Tarifbeschäftigten des Netzbetreibers gilt unter anderem bis Ende 2028 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
3 Minuten
31. Mai 2026
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige