Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Luzerner Regierungsrat macht bei Cloud-Projekt keinen Marschhalt

Der Luzerner Regierungsrat will die Software Microsoft 365 trotz deren in die Kritik geratenen Cloud einführen.
© (Quelle: Manu De Carvalho/Unsplash)

Er lehnt ein Postulat von Kantonsrätin Rahel Estermann (Grüne), welche einen Marschhalt forderte, ab.

Estermann kritisiert in ihrem Vorstoss vor allem die Cloud des neuen Programms. Der Kanton Luzern begebe sich aus dem legalen Bereich hinaus, wenn er vertrauliche Daten aus der Verwaltungserhalb des legalen Bereichs, wenn er vertrauliche Daten aus der Verwaltung oder besonders schützenswerte Personendaten in einer amerikanischen Cloud speichern wolle. Dies sei ein schwerer Eingriff in die Grundrechte, ohne spezifische gesetzliche Grundlage.

Nach Angaben von Estermann haben auch der Datenschutzbeauftragte und das Kantonsgerichts das Informatikprojekt des Kanton kritisiert. Die Kantonsrätin forderte deswegen vom Regierungsrat umfangreiche Abklärungen und die Prüfung von Alternativen.

Der Regierungsrat steigt auf die Forderung von Estermann aber nicht ein. Die neue Software Microsoft 365 ermögliche der Verwaltung eine einheitliche, digitale Zusammenarbeit über die Abteilungs-, Departements- und Kantonsgrenzen hinweg. Nur ein Teil ihrer Applikationen würden über die Cloud laufen, andere Anwendungen würden in den kantonalen Rechenzentren betrieben.

Bei öffentlichen Verwaltungen verbreitet

Nach Angaben des Regierungsrats wird das Programm auch vom Bund und «etlichen» Kantonen eingesetzt. Zudem habe sie «mehrjährige, umfassende juristische und technische Abklärungen» vorgenommen, erklärte die Kantonsregierung. Microsoft habe sich verpflichtet, die Daten des Kantons gemäss den Anforderungen des Schweizer Datenschutzrechts zu behandeln und amerikanische Behörden auf den ordentlichen Weg der Rechtshilfe zu verweisen für den Fall, dass sie Daten verlangen wollten.

Einen Marschhalt erachtet der Regierungsrat deswegen als unnötig, zudem auch als teuer. Er empfiehlt dem Kantonsrat deswegen, das Postulat abzulehnen.

Cloud & Infrastruktur Politik
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Fachmesse CONNECT von Brack.Alltron erscheint in neuem Gewand
Unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» möchte die Handelsgruppe Brack.Alltron die ICT-Themen von morgen präsentieren. 
3 Minuten
10. Jul 2026
Bitkom: Deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich weiter stabil
Laut dem Bitkom soll der deutsche Markt für IT und Telekommunikation auch 2026 weiter wachsen. Einen Boom gibt es im Segment der Cloud-Software und bei KI-Plattformen, während der TK-Bereich deutlich weniger zulegt, doch zumindest Zeichen der Erholung aufweist.
3 Minuten
9. Jul 2026
Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Streik abgewendet: Deutsche Telekom einigt sich mit Ver.di
Die Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 60'000 Tarifbeschäftigten des Netzbetreibers gilt unter anderem bis Ende 2028 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
3 Minuten
31. Mai 2026
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige