Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

IT-Probleme kosten Unternehmen Hunderttausende Arbeitsstunden

Schlechte digitale Arbeitsbedingungen sind ein wesentlicher Treiber der globalen Produktivitätskrise. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Annual Workplace Productivity Report“ von Nexthink.
© (Quelle: Nexthink)

Demnach verlieren Unternehmen weltweit im Schnitt rund 470.000 Arbeitsstunden pro Jahr durch mangelhafte Digital Employee Experience (DEX) – das entspricht etwa 226 Vollzeitstellen.

Grundlage der erstmals durchgeführten Analyse sind Telemetriedaten von mehr als 20 Millionen Endpunkten aus 474 internationalen Unternehmen. Die Auswertung zeigt, dass Mitarbeitende im Durchschnitt 14 negative digitale Erlebnisse pro Woche erfahren, etwa durch Systemabstürze, Anwendungsfehler oder lange Ladezeiten. Diese Störungen beeinträchtigen nicht nur Produktivität und Zusammenarbeit, sondern erhöhen auch Frustration und Stress.

Ein zentraler Befund der Studie lautet: Zwischen dem DEX-Score eines Unternehmens und den Produktivitätsverlusten besteht eine klare inverse Korrelation. Steigt der DEX-Gesamtwert um zehn Punkte, gewinnen Mitarbeitende im Schnitt 22 produktive Minuten pro Woche zurück. Einzelne Störungen dauern zwar durchschnittlich nur rund drei Minuten, doch Studien zeigen, dass selbst kurze Unterbrechungen die Fehlerquote deutlich erhöhen und es im Schnitt 23 Minuten dauert, bis der Arbeitsfluss wieder erreicht ist.

Branchenspezifisch fallen die Unterschiede laut Nexthink deutlich aus: Handel, Gesundheitswesen und Finanzdienstleister verzeichnen 1,7-mal mehr Ausfallzeit als die Tech-Branche – weniger aufgrund der Häufigkeit, sondern wegen der Schwere der Vorfälle.

„Die kumulativen Auswirkungen schlechter digitaler Erfahrungen sind enorm“, warnt Pedro Bados, CEO von Nexthink. „Mitarbeitende mit dauerhaft schlechten DEX verlieren ein Vielfaches an Produktivität. Wenn Unternehmen diese Probleme nicht angehen, leidet nicht nur die Effizienz, sondern auch Mitarbeiterbindung, Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit.“

Die im Report verwendeten Daten stammen aus aggregierten und anonymisierten Messungen von Organisationen, die sich überwiegend noch am Anfang eines systematischen DEX-Managements befinden.

Management
Anzeige

Neueste Beiträge

Gemini ganz clever - so geht es - KI-Tipps
Das Imperium schlägt zurück: Die Antwort von Google auf den Erfolg von ChatGPT & Co. nennt sich Gemini. Wir zeigen Ihnen, was das KI-Tool kann, wo seine Grenzen liegen und wie Sie es effektiv einsetzen.
5 Minuten
26. Aug 2026
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Philippe Trütsch wird neuer CEO von localsearch
Der Verwaltungsrat von localsearch (Swisscom Directories AG) hat Philippe Trütsch zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Er übernimmt die Leitung des Unternehmens per 1. Oktober 2026.
2 Minuten
26. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige