Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Erde erwärmt sich laut Wissenschaftler immer schneller

Die Erde kann die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels nach Einschätzung eines renommierten Klimawissenschaftlers womöglich immer schlechter abfangen.
Johan Rockström
© (Quelle: PIK Potsdam)

Dafür gebe es Anzeichen, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström, beim Petersberger Klimadialog in Berlin.

Das internationale Treffen dient der Vorbereitung der nächsten Weltklimakonferenz im November in Brasilien.

Zuletzt habe sich die Erderwärmung beschleunigt, erläuterte Rockström. So habe sich der Planet zwischen den 1970er Jahren und 2014 um ungefähr 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt erwärmt. Im vergangenen Jahrzehnt habe es plötzlich eine Beschleunigung auf 0,3 Grad geben. Noch sei unklar, warum dies passiere.

Auf der anderen Seite gebe es Hinweise, dass der Planet die Effekte des Klimawandels immer schlechter ausgleichen könne, sagte Rockström. So führe das Schmelzen von Eisflächen dazu, dass weniger Sonnenlicht reflektiert werde, was zur Erhitzung der Erde beitrage. Zudem gebe es Untersuchungen dazu, dass Wälder etwa in Finnland, Kanada oder im Amazonas nicht mehr so wie früher als Kohlendioxid-Speicher funktionierten. Wenn bestimmte biologische Systeme wie Korallenriffe oder der Amazonas verloren gingen, könne das verheerende Effekte haben.

Unumkehrbaren Veränderungen

Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter sei kein Ziel, sondern eine physikalische Grenze, sagte Rockström. «Das will man nicht überschreiten, weil man wahrscheinlich unumkehrbare Veränderungen verursachen würde, die das Tempo der Erwärmung sogar noch weiter verstärken würden.»

Bei der Pariser Klimakonferenz hatte sich die Weltgemeinschaft 2015 das Ziel gesetzt, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, zumindest aber auf deutlich unter 2 Grad. Wenn dies gelinge, dann könne der Planet im besten Fall zum Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von 1,5 Grad kommen - nach einer Periode der Überschreitung des Ziels. Dies setze aber den kompletten Abschied von fossilen Brennstoffen voraus sowie funktionierende Ökosysteme wie Ozeane, sagte Rockström.

Forschung Wissenschaft
Anzeige

Neueste Beiträge

Mehr als UCC: Neue Felder für den ITK-Channel
Netzwerke, Kommunikation, AV, Digital Signage und Workplace wachsen immer stärker zusammen. Auf der leat con 26 treffen diese Technologiewelten aufeinander – und eröffnen auch ITK-Fachhändlern und Systemhäusern neue Anknüpfungspunkte.
4 Minuten
25. Aug 2026
Gemini ganz clever - so geht es - KI-Tipps
Das Imperium schlägt zurück: Die Antwort von Google auf den Erfolg von ChatGPT & Co. nennt sich Gemini. Wir zeigen Ihnen, was das KI-Tool kann, wo seine Grenzen liegen und wie Sie es effektiv einsetzen.
5 Minuten
26. Aug 2026
ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige