Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Downtimes kosten deutsche Firmen pro Jahr 295 Millionen Dollar

Cisco und das Tochterunternehmen Splunk haben eine neue Studie zu den wirtschaftlichen Folgen ungeplanter IT-Ausfälle veröffentlicht. Demnach belaufen sich die jährlichen Kosten ungeplanter Downtime bei deutschen Unternehmen im Durchschnitt auf 295 Millionen US-Dollar.
© Splunk

Weltweit summieren sich die Verluste der Global-2000-Unternehmen laut Studie inzwischen auf rund 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr – ein Plus von 50 Prozent gegenüber 2024.

Die gemeinsam mit Oxford Economics durchgeführte Untersuchung beschreibt Ausfallzeiten zunehmend als strategisches Geschäftsrisiko. Allein die direkten Umsatzverluste deutscher Unternehmen beziffert Splunk auf durchschnittlich 89 Millionen US-Dollar pro Jahr. Weltweit sollen die Kosten ungeplanter Downtime mittlerweile bei rund 15'000 US-Dollar pro Minute liegen. Hinzu kämen Folgen für Markenimage, Kundenbindung und Börsenwert. Laut Studie verlieren Unternehmen nach einem grösseren Ausfall im Schnitt 3,4 Prozent ihres Marktwerts.

Besonders kritisch sehen die befragten Technologieverantwortlichen die Folgen von Sicherheitsvorfällen. 71 Prozent der weltweit Befragten stufen die Offenlegung einer Datenpanne inzwischen als «sehr disruptiv» oder «untragbar disruptiv» ein. Gleichzeitig berichten viele Unternehmen von steigenden Kosten durch Ransomware, regulatorische Strafen und erhöhten Personalaufwand bei der Fehlerbehebung.

«Ausfallzeiten wird es immer geben. Doch längere Unterbrechungen sind vermeidbar», betont Kamal Hathi, Senior Vice President und General Manager beim Cisco-Unternehmen Splunk. «Die resilienten Unternehmen sind nicht diejenigen mit den meisten Tools oder den ehrgeizigsten KI-Plänen. Es sind diejenigen, die ihre Technologie auf die geschäftlichen Ergebnisse ausrichten, ihren Beschäftigten den richtigen Kontext liefern und Systeme entwickeln, die unter Druck belastbar bleiben, ohne zu versagen.»

Die Studie verweist zudem auf Probleme bei der Ursachenanalyse komplexer IT-Störungen. Nur 38 Prozent der weltweit befragten Technologieverantwortlichen geben an, die Ursache eines Ausfalls immer identifizieren zu können. Erschwert werde dies insbesondere durch hybride IT-Landschaften sowie Abhängigkeiten von SaaS- und Drittanbieter-Plattformen.

Als zentrale Gegenmassnahmen nennen die Autoren Investitionen in Observability, Automatisierung und KI-gestützte Analysewerkzeuge. Laut Studie investieren Unternehmen inzwischen durchschnittlich 24,5 Millionen US-Dollar pro Jahr in KI-Systeme zur Vermeidung und Behebung von Ausfällen. Besonders resilient zeigen sich laut Splunk Unternehmen, die KI bereits aktiv für Incident-Triage und Ursachenanalyse einsetzen.
 

ICT-Branche Studie
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Fachmesse CONNECT von Brack.Alltron erscheint in neuem Gewand
Unter dem Motto «Unboxing Tomorrow» möchte die Handelsgruppe Brack.Alltron die ICT-Themen von morgen präsentieren. 
3 Minuten
10. Jul 2026
Anpassung der Energieetikette für Neuwagen ab 1. Januar 2027
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat die Grundlagendaten der Energieetikette für Personenwagen aktualisiert.
3 Minuten
Mittelklasse: Nothing zeigt das Phone (4b)
Beim neuen Phone (4b) setzt Nothing auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Das Design der Rückseite ist weniger extravagant als bei anderen Modellen des Herstellers, hat aber zumindest wieder ein ungewöhnliches Element.
2 Minuten
9. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
Streik abgewendet: Deutsche Telekom einigt sich mit Ver.di
Die Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 60'000 Tarifbeschäftigten des Netzbetreibers gilt unter anderem bis Ende 2028 ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
3 Minuten
31. Mai 2026
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige