Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Apple kritisiert EU-Forderungen als Datenschutz-Risiko

Apple verschärft die Kritik an Vorgaben der EU-Kommission für ein besseres Zusammenspiel von iPhones und iPad-Tablets mit Geräten der Konkurrenz. Die Anforderungen gefährdeten den Datenschutz für Nutzer, warnte Apple während der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC.
© (Quelle: JRdes / Shutterstock)

Auch könnten dadurch neue Funktionen europäische Nutzer mit Verzögerungen oder in verwässerter Qualität erreichen. In der EU ist aktuell weiterhin eine Funktion nicht verfügbar, mit der das iPhone über Apples Mac-Computer bedient werden kann.

Die EU-Kommission verweist auf das europäische Digital-Gesetz DMA, nach dem Betreiber grosser Plattformen sich nicht selbst bevorteilen dürfen. Die Brüsseler Behörde fordert auf dieser Basis unter anderem, dass Technik anderer Anbieter zum Beispiel bei Benachrichtigungen, der Übermittlung von Dateien und Audio-Funktionen mit Apples hauseigenen Geräten gleichgestellt werden müsse.

Daten, die Apple selbst nicht sieht

Apple kritisiert, damit solle man anderen Unternehmen zum Teil auch Nutzerdaten offenlegen, auf die der Konzern zur Sicherheit selbst keinen Zugriff habe. Wenn etwa eine Kurznachricht vom iPhone auf der Computer-Uhr Apple Watch angezeigt werde, seien die Daten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Dadurch seien sie nur auf diesen Geräten im Klartext sichtbar. Bei der Übertragung auf eine Uhr anderer Anbieter sei das nicht gewährleistet.

Der Konzern sieht ein Problem auch darin, dass er anderen Firmen Informationen zu bisher besuchten Wifi-Netzwerken zur Verfügung stellen solle. Diese Daten seien durch Verschlüsselung ebenfalls vor Apple verborgen und gäben Aufschluss darüber, wo sich Nutzer aufhielten. Zugleich bekräftigt Apple, dass man neue Funktionen grundsätzlich für Nutzer überall auf der Welt einführen wolle.

Anfragen vom Facebook-Konzern

Der iPhone-Konzern hatte Anfang Juni Widerspruch gegen die Forderungen der Kommission eingelegt. Bereits im Dezember hatte Apple vor «datenhungrigen» Unternehmen gewarnt - und speziell den Facebook-Konzern Meta erwähnt, der 15 Anfragen für tiefgreifenden Zugang zu Nutzerinformationen gestellt habe. Meta entgegnete damals, Apple verweise immer grundlos auf den Datenschutz, wenn dem Konzern wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen werde.

Die Kommission hatte bei der Vorlage der Interoperabilitäts-Forderungen an Apple im März betont, dies solle für gleiche Wettbewerbsbedingungen und mehr Auswahl für Kunden sorgen.

Apple Datenschutz Europa
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Philippe Trütsch wird neuer CEO von localsearch
Der Verwaltungsrat von localsearch (Swisscom Directories AG) hat Philippe Trütsch zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt. Er übernimmt die Leitung des Unternehmens per 1. Oktober 2026.
2 Minuten
26. Aug 2026
Mehr als UCC: Neue Felder für den ITK-Channel
Netzwerke, Kommunikation, AV, Digital Signage und Workplace wachsen immer stärker zusammen. Auf der leat con 26 treffen diese Technologiewelten aufeinander – und eröffnen auch ITK-Fachhändlern und Systemhäusern neue Anknüpfungspunkte.
4 Minuten
25. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige