Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Amazon-Störung legte Websites und Apps lahm

Ein grosser Ausfall beim Internetgiganten Amazon hat Dutzende Websites, Online-Spiele und Apps beeinträchtigt, darunter Snapchat, Reddit, und Fortnite sowie Business-Anwendungen wie Slack und Zoom.
© (Quelle: Sundry Photography / Shutterstock.com)

Amazon meldete am Montagmorgen auf seiner Statusseite für die Amazon Web Services (AWS) einen Ausfall des Amazon-Service DynamoDB. Als Folge seien bei weiteren 29 AWS-Diensten erhöhte Fehlerraten und Verzögerungen aufgetreten. Dadurch waren viele Dienste wie Snapchat nicht erreichbar, die auf AWS-Technik aufbauen.

«Die meisten Dienste laufen wieder normal»

Am Montagmittag kamen dann erste Zeichen der Entwarnung. «Wir sehen deutliche Anzeichen für eine Besserung», hiess es auf der AWS-Statusseite. Eine Stunde später ging eine weitere Status-Ampel auf Grün: «Die meisten AWS-Dienste laufen jetzt wieder normal. Einige Anfragen könnten noch etwas langsamer sein, während wir daran arbeiten, das Problem komplett zu lösen.»

Zuvor hatte Signal-Präsidentin Meredith Whittaker darauf hingewiesen, dass ihr Messenger-Dienst durch eine Störung bei AWS in Mitleidenschaft gezogen worden war. «Wir wissen, dass Signal bei einigen von euch gerade nicht läuft. Das scheint mit einem grösseren Ausfall von AWS zusammenzuhängen. Bleibt dran», schrieb Whittaker auf Bluesky.

AWS führt «Big Five» an

Das Tochterunternehmen von Amazon ist der weltweit führende Anbieter von Cloud-Computing-Diensten - vor Microsoft Azure, Google Cloud sowie den chinesischen Anbietern Alibaba und Tencent. Als Marktführer stellt AWS dabei die virtuelle Infrastruktur für einen erheblichen Teil des Internets bereit.

Die Dienste der Amazon-Tochter sind vor allem bei Start-upspopulär, weil sie die benötigten IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz, Datenbanken oder spezielle Software-Funktionen für KI über das Internet von AWS mieten können. Dieser Umstand führt allerdings dazu, dass bei einer grossen AWS-Störung gleich mehrere Webseiten und Apps in die Knie gehen.

Viele Dienste gestört

Auf dem Portal allestörungen.de konnte man die Folgen des AWS-Ausfalls bei mehreren Dutzend Anbietern sehen. Betroffen waren zum einen Amazon-Dienste selbst, wie Amazon Alexa, Amazon Prime und Amazon Music, Ring oder das Shoppingportal Amazon.de. Auch das KI-Portal Perplexity war zeitweise gestört. Zeitweise gab es auch Beeinträchtigungen beim Zahlungsdienstleister Venmo, der Aktienhandels-App Robinhood sowie der Kryptowährungsbörse Coinbase. Ausserdem waren viele kleinere Anbieter wie die Sprachlern-App Duolingo betroffen.

Am Montagnachmittag funktionierten die meisten Dienste wieder normal. Nachrichten in Signal kommen etwa wieder bei Empfängern an. User können sich wieder in Snapchat einloggen oder bei Coinbase Bitcoin handeln. Bei verschiedenen Diensten kann es jedoch immer noch zu Störungen oder eingeschränkten Funktionen kommen.

Cloud & Infrastruktur Business & IT-Strategie
Anzeige

Neueste Beiträge

ICT-Löhne stagnieren - Spezialisten bleiben gefragt - ICT-Salärstudie 2026
Der Schweizer ICT-Arbeitsmarkt tritt bei den Löhnen weitgehend auf der Stelle. Der Gesamtmedian steigt 2026 nur noch um 0,2 Prozent. Deutlich besser entwickeln sich die Saläre hoch spezialisierter Fachkräfte. Besonders gefragt sind Kompetenzen rund um KI, Cloud, Cybersecurity und Daten.
4 Minuten
Mehr als UCC: Neue Felder für den ITK-Channel
Netzwerke, Kommunikation, AV, Digital Signage und Workplace wachsen immer stärker zusammen. Auf der leat con 26 treffen diese Technologiewelten aufeinander – und eröffnen auch ITK-Fachhändlern und Systemhäusern neue Anknüpfungspunkte.
4 Minuten
25. Aug 2026
Gemini ganz clever - so geht es - KI-Tipps
Das Imperium schlägt zurück: Die Antwort von Google auf den Erfolg von ChatGPT & Co. nennt sich Gemini. Wir zeigen Ihnen, was das KI-Tool kann, wo seine Grenzen liegen und wie Sie es effektiv einsetzen.
5 Minuten
26. Aug 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Darum lohnt sich eine Weiterbildung - Karriere-Tipps
Ihre berufliche Karriere stockt? Sie fühlen sich unterfordert und auch finanziell soll es aufwärtsgehen? Dann verlieren Sie keine Zeit. Computerworld nennt fünf Gründe für eine Weiterbildung und zeigt, wie Sie erfolgreich durchstarten.
5 Minuten
25. Okt 2024
«KI wird ein Treiber für Wachstum» - Interview Corinna Schumacher, ServiceNow
KI-Agenten übernehmen immer mehr Routineaufgaben. ServiceNow sieht darin keine Bedrohung für Mitarbeitende, sondern eine neue Arbeitsteilung, erklärt Corinna Schumacher im Interview.
7 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige